Festgeld im Vergleich: Worauf man achten sollte.

Festgelder sind beliebte Anlagemöglichkeiten kurz- bis mittelfristiger Art. Sie bieten eine feste Laufzeit und einen unveränderlichen Zinssatz sowie Anlageangebote ab nur einem Euro.

Festgeld wird auch als Termingeld bezeichnet und dient dem Zweck einer festen Geldanlage. Das bedeutet für die Bankkunden, dass sie während der vereinbarten Laufzeit keinen Zugriff auf das Geld haben. Wer sich für eine Festgeldanlage entscheidet und die bestehenden Angebote vergleichen möchte, sollte sich daher zuerst Klarheit über die Frage verschaffen, für wie lange er sein Geld anlegen möchte und ob er in dem geplanten Zeitraum auch wirklich auf die investierten Geldmittel verzichten kann. Außerdem muss dringend beachtet werden, dass die Kreditinstitute die Laufzeit automatisch verlängern, falls keine neue Weisung durch den Bankkunden erfolgt. Die entsprechenden Fristen sollten also bekannt sein und berücksichtigt werden.

Wenn man das Festgeld im Vergleich sieht, gibt es einige wichtige Kriterien, auf die man achten sollte. Im Wesentlichen müssen dabei drei Merkmale verglichen werden: Der jährliche Zinssatz, die Mindesteinlage und der Sicherungsanteil. Alle Festgelder unterliegen der Einlagensicherung, doch diese kann bei einigen Kreditinstituten nur bis zu einer Summe von 50.000 Euro angeboten werden. Wer Summen anlegen möchte, die darüber hinausgehen, sollte diesen Punkt unbedingt prüfen. Für alle anderen sind 100 Prozent der angelegten Summe abgesichert.

Der Zinssatz wird für die meisten Anleger sicherlich die größte Rolle spielen. Er wird bei Festgeldern bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit festgelegt und ist unveränderlich. Das bedeutet für den Kunden, dass keine Anpassungen an mögliche Marktschwankungen erfolgen werden. Da die Gelder auch nicht kündbar sind, ergibt sich hieraus ein doppeltes Risiko für den Anleger. Zum einen hat er es mit dem Liquiditätsrisiko zu tun, da es sich bei den Geldern nicht um sofort zur Verfügung stehende Sichteinlagen handelt und zum anderen hat er das Zinsrisiko zu tragen. Beide Risikoarten müssen bei der Entscheidung für ein Festgeldangebot berücksichtigt werden.

Die Anforderungen an die Mindesteinlagen können je nach Angebot sehr verschieden sein. Es gibt für Kleinanleger durchaus die Möglichkeit, bereits mit einer Summe von nur einem Euro einzusteigen. Andere gängige Werte sind 1000, 2.500, 10.000 und 25.000 Euro. Aufgrund der Eigenschaften der Festgelder und der relativ kleinen Anlagesummen, wird das Festgeld häufig auch als Alternative zum Sparbuch betrachtet. Ähnlich wie bei diesem erfolgt die Verzinsung bereits ab dem ersten Euro. Die Kündigungsfrist beträgt zumeist einen Monat und die automatische Verlängerung des Festgeldes erfolgt um die ursprünglich vereinbarte Laufzeit.

17.08.2010