Blutzuckermessgeräte zum Testen - gratis zu bekommen

Die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 1 und 2 hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Blutzuckermessgeräte spielen dabei eine wichtige Rolle für die Patienten, wenn sie mit Insulin behandelt werden.

Der Diabetes mellitus Typ 1 muss immer mit Insulingaben therapiert werden, beim Typ 2 hängt dies von vielen Faktoren ab. Aber irgendwann wird auch bei den meisten Typ-2-Patienten das Spritzen von Insulin nötig. In den meisten Fällen wird heutzutage nicht mehr nach einem starren, zeitlich fixierten Spritzschema gearbeitet, sondern es wird nach Bedarf gespritzt. In Schulungen in den Praxen von Diabetologen oder auf den Diabetesstationen von Krankenhäusern werden die Patienten in den Gebrauch von Blutzuckermessgeräten und Spritzbesteck eingewiesen. Man erarbeitet mit ihnen einen Plan, in dem sie ablesen können, wie viel Insulin sie bei welchem zu einem bestimmten Zeitpunkt vor den Mahlzeiten gemessenen Zuckerwert spritzen müssen. Dies bedeutet, dass der Patient eigenverantwortlich seinen Blutzucker misst und dann die entsprechende Menge spritzt. Dabei ist ein gutes Blutzuckermessgerät unbedingt notwendig. Es darf weder zu viele Fehlerabweichungen haben, noch sollte es viel Blut benötigen, denn die Fingerkuppen und Ohrläppchen von Diabetikern sind auch so schon stark strapaziert.

Das Interesse der Pharma-Firmen liegt bei diesem Vorgang auf dem Verkauf der Teststreifen, die in das Zuckermessgerät eingeführt werden müssen. Daher bieten sie oft Blutzuckermessgeräte zum Testen gratis an. Gewöhnt sich der Patient an dieses Gerät, weil es zum Beispiel schnell den gemessenen Wert auswirft, wenig Blut benötigt, nicht besonders groß ist, dann wird er natürlich auch über lange Zeit die Teststreifen der Firma kaufen oder sich verschreiben lassen.

Der Vorteil für den Patienten ist darin zu finden, dass er nicht etwas kaufen muss, was er nur vom Ansehen gar nicht richtig beurteilen kann. Jeder Mensch hat andere Routinen beim Messen: Welcher Finger wird genommen, welcher Ort auf der Fingerbeere wird bevorzugt gestochen - das macht Unterschiede beim Gebrauch des Messgerätes, und deshalb wird der eine das eine Gerät, ein anderer ein anderes Gerät vorziehen.

17.08.2010